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Teguise

Die Gründung der ehemaligen Hauptstadt Teguise führt auf das prähistorische Guanchendorf „Gran Aldea“ zurück. 1455 wird sie urkundlich zum ersten Mal mit dem vollen Namen „Real Villa San Miguel de Teguise” erwähnt. Der Gemeindebezirk Teguise, der größte der sieben Gemeinden, besteht aus der Stadt (La Villa) und weiteren zwanzig Dörfern und erstreckt sich von Ost nach West über die gesamte Inselbreite auf einer Fläche von 265 Quadratkilometer oder über 30 % der Oberfläche von Lanzarote. Hinzu kommt noch die Inselgruppe Chinijo.

Teguise war Bischofssitz und ist die älteste Stadt der Kanarischen Inseln. Mit dem best erhaltenen Stadtkern der ganzen Kanaren wurde sie 1973 unter Denkmalschutz (Conjunto Arquitectónico Histórico-Artistico) gestellt.
Sehenswert sind die Kirchen „De Nuestra Señora de Guadalupe“ auf dem Platz San Miguel, „Convento de San Francisco“ ehemalige Kirche des zerstörten Franziskanerklosters, „Iglesia de la Vera Cruz“ und das Kloster „Santo Domingo“.

Das Zehnthaus, oder Sammelstelle für die Ablieferung von 10 Prozent der Ernte, wurde 1412 als erstes europäisches Haus auf einer Kanareninsel gebaut. Das Herrschaftshaus „Palacio Spinola“ wurde bis 1974 von Adelsfamilien bewohnt und seit der Renovierung dient es der Inselregierung zu Repräsentationszwecken, ist aber offizielle Residenz des Präsidenten der gesamten Kanarischen Inseln.

Auf dem Kraterrand des Vulkans „Guanapay“ östlich der Stadt befindet sich die Festung „Santa Barbara“. Sie ist das wichtigste historische Monument der Stadt Teguise. Im 16. Jahrhundert wurde sie von Sancho Herrera als Küstenwachturm erbaut. Ständige Piraten- und Korsarenangriffe haben die Geschichte der Festung geprägt. Seit 1991 birgt sie als „Museo del Emigrante“ eine eindrucksvolle Sammlung von Dokumenten aus der Zeit der Auswanderung der Kanaren nach Amerika.