Banner

 

Jameos del Agua

Die längste Lavahöhle der Welt (7 km) entstand bei der gewaltigen Eruption des Montaña Corona vor cirka 3000 Jahren. Ein Teil der „Cueva de los Verdes“ wurde 1964 für Besucher geöffnet. Ein Rundgang in zwei etwa ein Kilometer langen übereinander liegenden Röhren dauert ungefähr 40 Minuten. Am Ende stößt man auf eine große Naturhalle mit perfekter Akustik. Bühne und Bestuhlung des Konzertsaals sind künstlich hergestellt und bieten Platz für 300 Personen.
Beim Rundgang auf den natur belassenen, indirekt beleuchteten Wegen werden gregorianische Gesänge gespielt, die das Gefühl vermitteln, in einer Kathedrale zu sein.
In einem weiteren, aber halboffenen Abschnitt der Höhle wurde 1966 von César Manrique „Jameos del Aqua“ geschaffen.
Eine steile, zwischen Grünpflanzen gewundene Treppe führt hinab zum Restaurant mit rustikalen Möbeln aus Holz und Eisen auf einem groben Steinfußboden. Von der Terrasse aus kann man auf den unterirdischen See blicken, auf dessen Wasser je nach Tageszeit ein Sonnenstrahl leuchtet.
Eine weitere zickzackförmige Treppe führt zum See hinunter. Im See leben Albinokrebse, die sonst nur im Ozean in einer Tiefe von 2000 Meter vorkommen. Obwohl der See keine direkte Verbindung zum Meer hat, sinkt und steigt der Wasserspiegel mit den Gezeiten, denn er wird mit dem Meerwasser, das durch das Gestein sickert, gespeist.
Der enge Pfad um den See herum, entlang der schwarz-weiß getünchten und raffiniert beleuchteten Höhlenwand zwischen einer inselexklusiven Vegetation, die mit Süßwasser versorgt werden muss, führt zu einer Tanzfläche am Seeufer. Hier öffnet sich die Höhle nach oben.
Über Steintreppen, vorbei an einem weiteren Restaurant, vorbei an verschiedenen Bars in Höhlennischen verlässt man die Höhle wieder. Unter freiem Himmel findet man sich dann in einer farbenprächtigen Südseeatmosphäre wieder. Ein Swimmingpool mit hellblauem Wasser umgeben mit grünem Rasen, roten Geranien, Bäumen und Sträuchern lädt zum Verweilen ein.
Der nächste Höhlenraum wurde mit weißen Bänken, die mit schwarzen Lederpolstern bestückt sind, mit einer breiten Treppe in der Mitte, die zur Bühne hinabführt, zu einem weiteren Auditorium ausgestattet, das geräumiger ist als der Konzertsaal in der Cueva de los Verdes.
Oberirdisch führt dann eine Wendeltreppe zur „Casa de los Volcanes“, einem Naturkundemuseum über die Kanarischen Inseln.
Jameos del Aqua beeindruckt wohl jeden Besucher, so auch die berühmte Schauspielerin Rita Hayworth, die das Kunstwerk als Weltwunder bezeichnete.